Stadtwerke Penzberg gründen Tochterunternehmen „P-KOM“

Pressemitteilung

Um dem weiterhin steigenden Bedarf an Online-Bandbreite gerecht zu werden, gründen die Stadtwerke Penzberg das Unternehmen "P-KOM Telekommunikationsgesellschaft mbH" und verbinden ihr eigenes Glasfasernetz mit dem größten Rechenzentrum Süddeutschlands.

Die Auftaktveranstaltung zur Gründung der P-KOM Telekommunikationsgesellschaft mbH, zu der Penzbergs Erste Bürgermeisterin und P-KOM-Aufsichtsratvorsitzende geladen hatte, fand am 22.1.2018 in der Münchener Seidlstrasse statt. Hier, in  unmittelbarer Nähe zur Zentrale des Bayrischen Rundfunks, befindet sich der Hochsicherheitstrakt der Firma Equinix, des weltweit größten Betreibers von Rechenzentren und Interconnections-Diensten. Unter "Interconnection" versteht man das Zusammenschalten verschiedener, unabhängiger Kommunikationsnetze. In den Equinix-Rechenzentren sind alle großen Netzbetreiber, Internet-Provider oder Online-Dienstleister untergebracht und miteinander verbunden. Pro Sekunde werden hier Terabit Daten umgeschlagen.

Und ab sofort ist im Rechenzentrum in der Seidlstraße auch die frisch gebackene P-KOM Telekommunikationsgesellschaft mbH aus Penzberg mit einem eigenen Zugangspunkt vertreten.

In ihren Begrüßungsansprachen im Equinix-Rechenzentrum geben die beiden Geschäftsführer der P-KOM, Josef Vilgertshofer und Michael Futterknecht, gemeinsam mit Penzbergs Erste Bürgermeisterin Elke Zehetner einen kurzen Überblick über die Erfolgsgeschichte des Glasfaserausbaus in Penzberg.

So investiert Penzberg bereits seit dem Jahr 2002 intensiv in den Breitbandausbau und verfügt inzwischen über rund 85 km eigene Glasfaserleitungen im Stadtgebiet, so Vilgertshofer. Damit kann bereits jetzt jeder in Penzberg niedergelassene Gewerbebetrieb an die schnelle, zukunftssichere Glasfaserverbindung angeschlossen werden. Die nun vorgestellte Anbindung Penzbergs an Süddeutschlands größtes Rechenzentrum und die Gründung der P-KOM als GmbH-Tochter der Stadtwerke sollen dafür sorgen, dass Penzberg auch in den kommenden Jahren ausreichend Reserven für den ständig zunehmenden Bandbreitenbedarf besitzt, so P-KOM-Geschäftsführer Futterknecht.

In den folgenden Fachvorträgen zeigte zunächst Andreas Sturm, seines Zeichens "Chief Business Development Officer" des DE-CIX in Frankfurt, wie rasch sich der Breitbandmarkt entwickelt und welche zentrale Rolle die Verbindungen ("Interconnections" oder "Crossconnections")  zwischen den verschiedenen Netzen spielen. Denn das Rechenzentrum in München ist direkt an den größten Datenumschlagplatz der Welt, den DE-CIX in Frankfurt, angeschlossen. Durch den DE-CIX in der Mainmetropole rauschen in Spitzenzeiten mehr als 6 Terabit Daten pro Sekunde.

Im Anschluss ging Alfred Rauscher, R-KOM Geschäftsführer aus Regensburg und Vorstandsmitglied der BreKO, auf die Bedeutung kommunaler Glasfasernetze ein. Hier erfuhr man unter anderem, dass Glasfasernetze aufgrund ihrer extrem kurzen Reaktionszeit die Grundlage für das überwiegend Cloud-gesteuerte autonome Fahren bilden wird. Im letzten Vortrag "Interconnection als Basis für erfolgreiche IT- und Cloud-Projekte" gab Elke Gerlach von Equinix unter anderem einen interessanten Einblick über die weltweite Verteilung der Equinix-Rechenzentren, die mittlerweile mehr als 300.000 Verbindungen zwischen Netzwerken herstellen - und damit eine zentrale Aufgabe übernehmen, damit das Internet so funktionieren kann, wie es gerade funktioniert.

So waren alle Teilnehmer der Auftaktversammlung bestens auf die abschließende Führung durch das Equinix-Rechenzentrum vorbereitet.

Foto: Die neue P-KOM-Geschäftsleitung samt Vorstand freuen sich mit Ihren Ehrengästen über eine äußerst informative Auftaktveranstaltung im Equinix-Rechenzentrum in München.

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