
Abwassersystem für Penzberg
Sauberes Wasser. Sauberes Penzberg.
Die Sammlung und Ableitung von Abwasser gehört zu den hoheitlichen Aufgaben einer Kommune. Im Auftrag der Stadt Penzberg betreiben wir ein Kanalnetz.
Abwasser in Zahlen
Die Stadtwerke Penzberg arbeiten seit den letzten Jahren verstärkt an einem optimierten Abwassersystem für die Stadt durch das, das Risiko von Rückstau-, Überstau- und Überflutungsereignissen stetig verbessert wird.
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~ 3.010
Kanalanschlüsse aktiv
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~ 120km
Kanalnetz
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30Pumpstationen
VORTEILE
Warum gibt es die Abwasserentsorgung?
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Zuverlässige Trennung
Das Mischwasser wird in Fäckalwasser und Regenwasser getrennt. Das Fickalwasser wird weiter in der Kläranlage gereinigt.
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Umweltschutz
Modernisierte Reinigungstechniken schützten unsere Gewässer und die Natur rund um unsere Stadt.
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Wartung & Netzpflege
Wir führen regelmäßige Inspektionen durch und sanieren das Kanalnetz stetig.
Häufige Fragen
Betrifft mich die Dichtigkeitsprüfung?
Direkt betroffen sind alle Grundstückseigentümer! Mieter sind nur indirekt betroffen!
Abwasser ist in einer Form zu beseitigen, die das Allgemeinwohl nicht negativ beeinträchtigt. Dazu muss der Grundstücksbesitzer innerhalb einer vorgeschriebenen Frist, seine Abwassersysteme von qualifiziertem Personal auf Funktionalität und Dichtheit überprüfen lassen.
Mieter müssen der vom Eigentümer/Vermieter engagierten Firma lediglich Zugang zu Abwasserleitungen gewähren und damit rechnen, dass es während des Prüfzeitraumes zu eventuellen Einschränkungen bei der Nutzung allen abwasserproduzierenden Geräten kommt.
Was wird geprüft?
Generell werden alle im Erdreich verlaufenden Abwasserleitungen geprüft auf
- sichtbare Schäden
- eindringendes Grundwasser
- Befahrbarkeit der Leitungen
- Funktionsfähigkeit der Schächte
Die Untersuchung betrifft alle:
- Schmutzwasserleitungen,
- Mischwasserleitungen,
- Kontrollschächte und
- Revisionsöffnungen
... auf dem Grundstück.
Warum wird Dichtigkeit geprüft?
Umweltschutz: Abwasserleitungen müssen dicht sein, ansonsten droht das austretende Schmutzwasser den Boden mitsamt dem Grundwasser und schlimmstenfalls auch unser Trinkwasser zu verunreinigen. Zusätzlich kann das Grundwasser, dass in defekte Rohrsysteme eindringt, die Abwasseranlagen negativ beeinträchtigen und zur hydraulischen Überlastung von Kanalnetzen führen.
Gesetz: Der Grundstückseigentümer wird deshalb in §60 des Wasserhaushaltsgesetzes verpflichtet seine Anlagen betriebssicher zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten. So schreibt die DIN 1986-30 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“ vor, die Abwassersysteme regelmäßig auf Dichtheit zu überprüfen.
Wann muss die Dichtigkeit geprüft werden?
Die Verpflichtung zur Dichtigkeit gilt grundsätzlich für sämtliche am Kanal angeschlossene Grundstücke im Stadtgebiet nach folgenden Fallkonstellationen:
- Neubauten, bei denen die Dichtigkeit bereits nachgewiesen wurde, sind nicht betroffen bzw. unterliegen der Wiederholungsprüfung nach § 12 Abs. 2 EWS – alle 20 Jahre
- Bestandsgebäude ohne vorliegenden Dichtigkeitsnachweis werden analog zu § 10 EWS behandelt als nachzuholende erstmalige Prüfung und unterliegen danach künftig der 20-jährigen Wiederholungsprüfung.
Auf die Dichtigkeitsprüfung vorbereiten
Beratung: Das Kommunalunternehmen (KU) Stadtwerke Penzberg stellt mit Herrn Manfred Kreisel einen Experten für Grundstücksentwässerungsanlagen zur Verfügung. Er ist fachlich geprüfter „Berater für Grundstücksentwässerungsanlagen“ und hat große praktische Erfahrungen aus seiner langjährigen aktiven Berufszeit bei dem Ammerseewerke KU in Eching am Ammersee.
Sammelaufträge: Da Hilfen und Förderungen durch Kommunen oder das Land nicht vorgesehen sind, ist es sinnvoll sich für die Dichtigkeitsprüfung mit Nachbarn abzusprechen, um durch Sammelaufträge die Kosten zu senken.
Vor Ort: Ein reibungsloser Ablauf vor Ort spart oft Kosten und Nerven. Stellen Sie frühzeitig die notwendigen Planunterlagen zusammen. Das eigene Suchen nach Schächten auf dem Grundstück und nach Revisionsöffnungen und Bodeneinläufen in Gebäuden erleichtert später die Koordination der Untersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen. Räumen Sie auch den Zugang zu Revisionsklappen und -schächten frei.
Rechtzeitig prüfen: Vernünftig ist es weiterhin, nicht bis kurz vor Ablauf der Frist mit der Beauftragung einer Firma zu warten, da die Kapazität der Fachleute sehr begrenzt sein wird und Preise rapide steigen können. Außerdem kann es passieren, dass eine Zweitprüfung notwendig wird und diese nur nach der Frist stattfinden kann. In diesem Fall sollten sie nicht zögern und die zuständige Behörde unbedingt informieren, um rechtliche Konsequenzen ggf. zu vermeiden.
Dichtigkeit von Fachbetrieben prüfen lassen
Fachpersonal: Dichtigkeitsprüfungen sowie die anschließende Sanierung dürfen nur von fachkundigen Betrieben durchgeführt werden, deren Mitarbeiter bau-, betriebs- und materialtechnisches Sachverständnis aus dem Abwasserbereich nachweisen können und das Fachwissen zur Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungsanlagen durch entsprechende Schulungen erworben haben.
Ausstattung: Weiterhin sollten sie folgende Geräte mit sich führen, um die Dichtigkeitsprüfung sachgemäß durchführen zu können:
- Hochdruck-Spülanlage (100 l/min./150 bar),
- abbiegefähige Schiebekamera mit Dreh-/Schwenkkopftechnik,
- Ortungssender zur Lagebestimmung,
- digitaler Videorekorder mit Datenarchivierung auf CD oder DVD,
- digitale Kamera
Achtung: Keine Haustürgeschäfte durchführen!
Schutz vor Kellerüberflutung bei Starkregen
Die Wetterlage ist nicht mehr beständig. Starkregenfälle werden zukünftig zunehmen und dementsprechend auch mögliche Rückstaufälle aus dem Kanal sowie oberflächlich abfließendes Wasser.
Ohne vorhandene Schutzmaßnahmen kann Wasser bei Starkregen durch Rückstau oder oberflächlich abfließendes Wasser ins Gebäude eindringen. Beide Ereignisse können nachhaltig hohen Schaden am Gebäude und Hausrat verursachen.
Das Kanalnetz wächst mit der Stadt
Das Penzberger Kanalnetz wird regelmäßig durch die Stadtwerke überprüft, gereinigt und gewartet. Besonders bei den Sanierungsmaßnahmen und bei der Erschließung von Neubaugebieten überprüfen wir, ob die betreffende Kanalisation für die angeschlossenen Wohnungen ausreicht und führen, wo nötig, bauliche Anpassungsmaßnahmen durch.
Das Kanalnetz unterliegt unabhängigen Überprüfungen
Der Kanal unterliegt gesetzlichen Regelungen und Überprüfungen nach dem Wasserrecht. Der Generalentwässerungsplan ist Grundlage der Entwässerungsplanung für die Stadt Penzberg und deren Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim.
Die Stadtwerke bereiten die Kanalisation auf Starkregen vor
Aufgrund der verstärkt instabilen Wetterlage setzen die Stadtwerke zusätzliche Möglichkeiten um, die Ableitung intensiver Regenereignisse über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu optimieren:
• Machbarkeitsstudien zu zusätzlichen Speichervolumen und Entlastungen ins Gewässer
• Fremdwassersanierung
Das Kommunalunternehmen Stadtwerke Penzberg betreibt im Auftrag der Stadt Penzberg ein Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von ca. 120 Km Länge zur Ableitung des im Stadtgebiet anfallenden Schmutz- und Regenwassers. Zum größeren Teil erfolgt die Ableitung des Wassers in Mischwasserkanälen. In einigen Bereichen besteht ein Trennsystem, das eine getrennte Ableitung von Schmutzwasser und Regenwasser ermöglicht.
Die Sammlung und Ableitung von Abwasser gehört zu den hoheitlichen Aufgaben einer Kommune. Die dafür gebauten technischen Anlagen müssen eine geordnete Abwasserableitung gewährleisten, die den bestehenden Gesetzen und Verordnungen entspricht. Der Generalentwässerungsplan (GEP) prüft die derzeit geltenden und zukünftig zu erwartenden Anforderungen an die Entwässerung des Stadtgebiets.
Als Resultat dieser Überprüfung ergeben sich ca. 60 Kanalbaumaßnahmen, welche das Kommunalunternehmen Stadtwerke Penzberg in den nächsten Jahren umzusetzen beabsichtigt. Der zeitliche Horizont beträgt hierbei ca. 20 Jahre.
Oftmals werden Rückstauverschlüsse in der Praxis aus Unkenntnis falsch eingebaut. Es ist nach DIN EN 12056 nicht zulässig, alle Ablaufstellen eines Gebäudes, auch die oberhalb der Rückstauebene (Straßenoberkante), über Rückstauverschlüsse abzusichern, da beim geschlossenen Rückstauverschluss das Abwasser von oben nicht mehr in den Kanal abfließen kann, sondern nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren zuerst aus den tiefsten installierten Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene (i. a. R. Kellerräume) tritt und damit den Keller überflutet.
Falscher Einbau eines Rückstauverschlusses
Nur Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene dürfen gegen Rückstau gesichert werden. Alle Ablaufstellen oberhalb der Rückstauebene sind mit freiem Gefälle am Rückstauverschluss vorbei dem Kanal zuzuleiten.
Richtiger Einbau eines Rückstauverschlusses
Häusliches Abwasser oberhalb der Rückstauebene kann somit in der Fallleitung maximal bis Höhe Straßenoberkante stehen und nicht den Keller überfluten.
Im Downloadcenter finden Sie alle wichtigen Dokumente der Stadtwerke zum herunterladen.
Fragen rund ums Thema Abwasser?
Das Stadtwerke Serviceteam berät Sie gerne zu Gebühren und ähnlichen Themen.
Für spezifische Fragen kontaktieren Sie unsere Fachkräfte.

