Fernwärme bei den Stadtwerken Penzberg

Keine Lust auf
kalte Ohren!?

Versorgungsgebiet

Das Kommunalunternehmen Stadtwerke Penzberg hat im Penzberger Stadtgebiet ein Fernwärmenetz aufgebaut. Die Aufnahme der Wärmeversorgung erfolgte im Oktober 2017. Seitdem wurde das Fernwärmenetz sukzessive erweitert. Bis Ende 2023 ist geplant ein durchgängies Stammnetz in Betrieb zu haben (siehe Bild). Von dort ist dann nachfrageorientiert ein Verästelung vorgesehen. 


Eine Erweiterung der Fernwärmeerzeugung ist für 2024 mit einer multifunktionalen Energiezentrale in der Layritzhalle geplant.

Erzeugungsdaten:

Energiezentrale am Weidenweg (seit 2017):

  • 2 x 200 kW Biomasse
  • 2.500 kW Erdgaskessel (Spitzenlast)
  • max. Erzeugungsmenge: rd. 6.000 MWh
  • Biomasselieferung: 2-3 x wöchentlich
  • BHKW (263 kWel, 390 kWth) seit 14.10.2019 in Betrieb

Energiezentrale Layritzhalle (vorr. ab 2024):

  • 1.800 kW Biomasse
  • 3 Filtersysteme (Fliehkraft- plus Elektrofilter plus Oxidationskatalyse)
  • 7.000 kW Erdgaskessel (Spitzen- und Reservelast)
  • max. Erzeugungsmenge: rd. 12.000 MWh
  • 300 kWp PV-Anlage

Ihr Fernwärmeanschluss

Bei Interesse und technischer Verfügbarkeit unterbreiten wir Ihnen gerne ein individuelles Preisangebot.
Sollten Sie eine Anfrage stellen wollen, halten Sie bitte folgende Informationen bereit:

  • den derzeitigen Wärmeverbrauch in kWh, Liter oder m³
  • die Art der derzeitigen Heizung (Öl, Gas etc.)
  • und die Kontaktdaten einer Person, die Zutritt zum Gebäude bzw. Heizraum gewähren kann

Ein Angebot mit individuellen Anschlusskosten erhalten Sie auf Anfrage im Servicecenter der Stadtwerke Penzberg Mail: servicecenter@remove-this.stadtwerke-penzberg.de oder telefonisch unter 08856 813-600

Über die Grund- und Arbeitspreise sowie die zugrunde liegende Preisformel können Sie sich in unserem Preisblatt weiter unten informieren.

Bitte beachten Sie zwingend auch die technischen Informationen zum Fernwärmeanschluss. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Fernwärmeanschluss auch vor Ort. Hinsichtlich der Installation in Ihrem Haus (nach unserer Übergabestation), wenden Sie sich bitte an Ihren Heizungsinstallateuer Ihres Vertrauens.

Es bestehen grundsätzlich Fördermöglichkeiten! Bitte erkundigen Sie sich dazu bei Interesse zum Umstieg auf eine Fernwärmeheizung. Derzeit finden Sie Fördermöglichkeiten unter www.bafa.de. Auch kommen vergünstigte Förderkredite z. B. der KfW in Betracht. Eine erste Orientierung über Sanierungs- und Fördermöglichkeiten bietet Ihnen auch die Bürgerstiftung Energiewende Oberland www.energiewende-oberland.de

Veröffentlichungen gemäß AVBFernwärmeV und FFVAV
aktuelles Preisblatt, Preisformel und Indizeszum Preisblatt Kunden ab 2025
Preisblatt, Preisformel und Indizes ab 2025zum Preisblatt für Kunden bis 2024
MustervertragVertrag
historische Preisübersicht (2016-2024)zur Preisübersicht
technische AnschlussbedingungenInfos
Netzverluste (2024)

1.275 MWh

Anteil Verlust v. Erz. 11,7 %

 

verkaufte Energie (2024)

9.614 MWh

Anteil Verkauf v. Erz: 88,3 %

erzeugte Energie (2024)10.889 MWh
Anteil der eingesetzen Energie (2024)+ 70,8 % Regenerativ (Biomasse + Kraft-Wärme-Kopplung)
+ 29,2 % Konventionell
Primärenergiefaktor (fp)Bescheinigung
Erfüllungsgrad energetische Bewertung gem. GEGBescheinigung
Abkürzungen:
AVBFernwärmeV = Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme
BHKW = Blockheizkraftwerk
FFVAV = Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme oder Fernkälte (Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverordnung)
GEG = Gebäudeenergiegesetz
KWK = Kraft-Wärme-Kopplung

Rundum-Sorglos-Energie

  • Hohe Versorgungssicherheit, weil durch ein durchdachtes System in Erzeugung und Verteilung sowie ausreichende Reserven dafür sorgen, dass Fernwärme immer verfügbar ist – selbst im kältesten Winter
  • Keine Brennstoffbeschaffung und keine Verbrennung im Haus, weil Sie mit Fernwärme genau das bekommen was Sie brauchen: fertige Wärme
  • Keine Abgaskontrollen, weil keine Verbrennung im Haus erfolgt
  • Geringer Platzbedarf, weil Heizkessel, Brennstofflager und Schornstein überflüssig sind
  • Umfangreicher Service in Kombination mit höchster Sicherheit, weil sich um Wartung, Betriebsführung und Störungsbeseitigung der Fernwärmeversorger kümmert – und das rund um die Uhr, auch an Feiertagen
  • Keine Notwendigkeit, sich über die hohen Anforderungen der neuen gesetzlichen Regelungen Gedanken zu machen, weil Fernwärme die Umweltschutzauflagen aus der Energieeinsparverordnung und Gebäudenergiegesetz erfüllt
  • Mit Fernwärme sind Sie bereit für die Energiewende, weil Fernwärme zu 100% für eine nachhaltige Energieversorgung steht
  • Sie haben einen lokalen Partner an der Seite, der für Zuverlässigkeit und Beständigkeit steht - die Wertschöpfung bleibt im Ort und in der nahen Region

preisbeständig & bezahlbar

  • Im Vergleich zu anderen Energien ist Femwärme preisbeständig weil die zur Fernwärmeerzeugung eingesetzten Brennstoffe nur einen geringen Anteil der Kosten ausmachen. Auch die Energiesteuer fällt bei Fernwärme weniger ins Gewicht.
  • Optimale Preiszusammensetzung weil nicht nur die reinen Brennstoffkosten berücksichtigt werden
  • Flexibler Brennstoffmix, der den Einsatz der jeweils preiswertesten Energien ermöglicht
  • Hoher Brennstoffausnutzungsgrad, weil modernste Anlagentechnik zum Einsatz kommt.
Kostenentwicklung Heizungssysteme
Entwicklung der Vollkosten bei verschiedenen Heizungssystemen

Die Stadtwerke Penzberg sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW).

 

 

Beschreibung des Projekts: Energiezentrale Layritzhalle Penzberg — Bundesförderprogramm

Im Stadtgebiet Penzberg gilt die weitere „große“ Energiezentrale in der Layritzhalle als bedeutender Baustein für die lokale und klimafreundliche Wärmeversorgung. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie konnte die erste von zwei Ausbaustufen der Energiezentrale in der Layritzhalle realisiert werden.

2021 wurde für das Vorhaben ein Antrag bei der Regierung von Oberbayern (gemäß Bundesimmissions-schutzgesetz) zur Errichtung einer Energiezentrale gestellt.

Bevor in die Energiezentrale errichtet werden konnte, musste die Layritzhalle umfassend saniert und für den Einbau vorbereitet werden. In früheren Zeiten wurden in der Halle alte Loks repariert und wieder instandgesetzt.

Das markante Gebäude, welches noch zu Bergwerkszeiten ein Bundesbahnkraftwerk beherbergte (das mit Kohle betrieben wurde), wurde vom alten Dach über die ramponierte Fassade, bis hin zu den defekten Fenstern vollends saniert sodass die Lebensdauer für das Gebäude nochmals deutlich gesteigert werden konnte. Gleichzeitig wurden neue Entwässerungsleitungen verlegt, eine Regenwasserzisterne sowie eine umfassende Altlastensanierung im Außenbereich vorgenommen.

Im Rahmen der umfassenden Dachsanierung wurde eine 300 kWp PV-Anlage installiert, die zur Eigenstromversorgung für die Pumpen, Schaltanlagen etc. und einer Schnellladesäule für E-Autos dient.

Am 13.03.2023 wurde dem Herzstück des Penzberger Fernwärmenetzes schließlich die Betriebsgenehmigung nach § 4 BImSchG erteilt. Der finale Einbau der Energiezentrale erfolgte von August 2024 bis Oktober 2024.

Den Zuwendungsbescheid für die Förderung zur Unterstützung des Energiebauprojektes erhielt das KU Stadtwerke Penzberg am 16.06.2023. Von der BAFA wurde eine Förderung in Höhe von rd. 3,3 Mio. EUR zugesagt. Für den erfolgten Bauabschnitt wurden nun rd. 2,5 Mio. EUR Förderung beantragt. Die weiteren Fördergelder fließen in den nächsten Ausbaustufen, sobald diese realisiert werden.

Kennzahlen Bauabschnitt 1:

Investitionsvolumen:                                        ca. 11,5 Mio. EUR

Förderung:                                                         rd. 2,5 Mio. EUR

Leistung Holzhackschnittkessel:                    1,8 MW

Leistung Spitzenlast- und Reservekessel      6 MW

Bauzeit Energiezentrale:                                 Herbst 2023 bis Herbst 2024

Sanierungsbauzeit:                                          Juli 2021 bis Herbst 2023

Das Projekt wurde gefördert durch:

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