Fernwärme bei den Stadtwerken Penzberg

Keine Lust auf
kalte Ohren!?

Führungen durch die Energiezentrale in der Layritzhalle

Wir bieten ab sofort Führungen durch die Energiezentrale an!

  • Anmeldung über die E-Mail: kommunikation@remove-this.stadtwerke-penzberg.de
  • Wo: Layritzhalle, Am Alten Kraftwerk 5, 82377 Penzberg
  • Wann: Wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, werden wir gemeinsam einen passenden Termin festlegen. 

    (Hierzu speichern wir Ihre E-Mail Adresse vorrübergehend bis zur Veranstaltung in unserem Outlook-Kalender, danach werden Ihre Kontaktdaten wieder gelöscht.)

 

Bedingungen:

  1. mind. 8 Teilnehmer, max. 12 Teilnehmer
  2. Bitte achten Sie auf ein festes Schuhwerk.
  3. Diese Führung (in der Layritzhalle) ist nicht barrierefrei. 

Versorgungsgebiet

Das Kommunalunternehmen Stadtwerke Penzberg hat im Jahr 2016 mit Planungen begonnen im Penzberger Stadtgebiet ein Fernwärmenetz aufzubauen welches erstmals im Oktober 2017 mit Wärme versorgt werden konnte. Seitdem wurde das Fernwärmenetz sukzessive erweitert, sodass mittlerweile (Stand 2026) bereits ein Versorgungsnetz von über 5,5 km Länge errichtet werden konnte (siehe nebenstehende Grafik). Es werden  derzeit ca. 100 Objekte mit Wärme versorgt. Hiervon ausgehend ist den nächsten Jahren sowohl eine Nachverdichtung entlang des Bestandsnetzes, als auch eine maßvolle nachfrageorientierte Erweiterung des Fernwärmenetzes geplant. Das Fernwärmenetz wird dabei mittels überwiegend regenerativ erzeugter Wärme versorgt. Die Wärmeerzeugung erfolgt dabei vorwiegend in der Energiezentrale Layritzhalle (Winterbetrieb) sowie in der Energiezentrale Weidenweg (Sommer + Winterbetrieb).

Als Besonderheit wird außerdem industrielle Abwärme in das Fernwärmenetz eingespeist. 

Nachfolgend einige Eckdaten zu den beiden Energiezentralen der Stadtwerke Penzberg:

Energiezentrale am Weidenweg (seit 2017):

  • 2 x 200 kW Biomasse
  • 2.500 kW Erdgaskessel (Spitzen- und Reservelast)
  • max. Erzeugungsmenge: rd. 6.000 MWh
  • Biomasselieferung: wöchentlich bis zu ca. 80 Srm
  • BHKW (263 kWel, 390 kWth) seit 14.10.2019 in Betrieb
  • Wärmeerzeugung: Sommer- und Wintermonate
  • Noteinspeisepunkt

Energiezentrale Layritzhalle (seit Oktober 2024):

  • Modularer Aufbau zur Erweiterung der Erzeugungsleistung, derzeit Ausbaustufe I
  • Erweiterungsflächen für weiteren Biomassekessel, Großwärmepumpen und BHKWs
  • 1.800 kW Biomasse + Rauchgaskondensationsanlage (ca. 200 kW durch Wärmerückgewinnung)
  • Rauchgasreinigung über zweifaches Filtersystem (Fliehkraft- & Elektrofilter) 
  • Biomasselieferung: wöchentlich bis zu ca. 450 Srm
  • Lagerkapazität: Außen: ca. 450 Srm, innen rd. 700 Srm
  • 7.000 kW Erdgaskessel (Spitzen- und Reservelast)
  • Wärmeerzeugung: Vorwiegend Wintermonate
  • 300 kWp PV-Anlage (rd. 300.000 kWh PV-Strom)
  • Möglichkeit der Nutzung von PV-Strom aus der 2,5 MWp-Freiflächenanlage "Gut Hub"

Ihr Fernwärmeanschluss

Bei Interesse und technischer Verfügbarkeit unterbreiten wir Ihnen gerne ein individuelles Preisangebot.
Sollten Sie eine Anfrage stellen wollen, halten Sie bitte folgende Informationen bereit:

  • den derzeitigen Wärmeverbrauch in kWh, Liter oder m³
  • die Art der derzeitigen Heizung (Öl, Gas etc.)
  • und die Kontaktdaten einer Person, die Zutritt zum Gebäude bzw. Heizraum gewähren kann

Ein Angebot mit individuellen Anschlusskosten erhalten Sie auf Anfrage im Servicecenter der Stadtwerke Penzberg. Mail: servicecenter@remove-this.stadtwerke-penzberg.de oder telefonisch unter 08856 9032-900

Über die Grund- und Arbeitspreise sowie die zugrunde liegende Preisformel können Sie sich in unserem Preisblatt weiter unten informieren.

Bitte beachten Sie zwingend auch die technischen Informationen zum Fernwärmeanschluss. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Fernwärmeanschluss auch vor Ort. Hinsichtlich der Installation in Ihrem Haus (nach unserer Übergabestation), wenden Sie sich bitte an einen Heizungsinstallateur Ihres Vertrauens.

Es bestehen grundsätzlich Fördermöglichkeiten! Bitte erkundigen Sie sich dazu bei Interesse zum Umstieg auf eine Fernwärmeheizung. Derzeit finden Sie Fördermöglichkeiten unter www.bafa.de. Auch kommen vergünstigte Förderkredite z. B. der KfW in Betracht. Eine erste Orientierung über Sanierungs- und Fördermöglichkeiten bietet Ihnen auch die Bürgerstiftung Energiewende Oberland www.energiewende-oberland.de

Veröffentlichungen gemäß AVBFernwärmeV und FFVAV

 

aktuelles Preisblatt, Preisformel und Indizes (Stand 2026)

 

 

 

zum Preisblatt Kunden ab 2025 

zum Preisblatt für Kunden bis 2024 

Preisblatt, Preisformel und Indizes ab 2025

MustervertragVertrag
historische Preisübersicht (2016-2024)zur Preisübersicht
technische Anschlussbedingungen

Infos

 

Netzverluste (2025)


1.998 MWh

Anteil Verlust v. Erz. 11,7 %

verkaufte Energie (2025)

11.605 MWh

Anteil Verkauf v. Erz: 85,3 %

erzeugte Energie (2025)13.603 MWh 
Primärenergiefaktor (fp)Bescheinigung
Erfüllungsgrad energetische Bewertung gem. GEGBescheinigung
Abkürzungen:
AVBFernwärmeV = Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme
BHKW = Blockheizkraftwerk
FFVAV = Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme oder Fernkälte (Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverordnung)
GEG = Gebäudeenergiegesetz
KWK = Kraft-Wärme-Kopplung

Warum Fernwärme?

Komfort und Platzgewinn

  • Kein eigener Heizkessel nötig – die Wärme kommt anschlussfertig ins Haus, Technikraum und Keller bleiben weitgehend frei nutzbar.​
  • Minimaler Aufwand für die Haustechnik, da nur eine kompakte Übergabestation benötigt wird.

Geringer Wartungsaufwand

  • Keine eigenen Brenner‑ oder Kesselwartungen sowie keine Schornsteinfegertermine mehr nötig.​
  • Weniger Störanfälligkeit, da die Erzeugung zentral in einem oder mehreren Heizkraftwerken erfolgt.

Umwelt und Klimaschutz

  • Nutzung effizienter zentraler Anlagen mit Kraft‑Wärme‑Kopplung senkt den Primärenergieeinsatz und reduziert Emissionen.
  • Einbindung erneuerbarer Energien und industrieller Abwärme unterstützt kommunale Klimaziele und steigert die Effizienz.

Versorgungssicherheit

  • Fernwärmenetze haben eine robuste und langlebige Infrastruktur mit hoher Versorgungssicherheit, auch bei extremen Wetterlagen.
  • ​Langfristig planbare Wärmeversorgung durch professionellen Energieversorger.

Förderung

  • Der Anschluss an ein Fernwärmenetz wird in vielen Fällen staatlich gefördert (z. B. über KfW/BEG‑Programme, www.bafa.de www.kfw.de ).

preisbeständig & bezahlbar

  • Langfristige Lieferverträge und die Nutzung verschiedener Brennstoffquellen können Preisschwankungen einzelner Energieträger abfedern.
  • Nutzung unvermeidbarer Abwärme steigert die Effizienz.
  • Preisfortschreibung nach vorher festgelegten Preisindindizis über die Vertragslaufzeit.
Heizkostenvergleich mit niedrigem CO2-Pfad
Quelle: Ariadne-Analyse: Heizkosten und Treibhausgasemissionen in Bestandswohngebäuden, Fraunhofer ISE, 2024

Die Stadtwerke Penzberg sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW).

 

 

Beschreibung des Projekts: Energiezentrale Layritzhalle Penzberg — Bundesförderprogramm

Im Stadtgebiet Penzberg gilt die weitere „große“ Energiezentrale in der Layritzhalle als bedeutender Baustein für die lokale und klimafreundliche Wärmeversorgung. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie konnte die erste von zwei Ausbaustufen der Energiezentrale in der Layritzhalle realisiert werden.

2021 wurde für das Vorhaben ein Antrag bei der Regierung von Oberbayern (gemäß Bundesimmissions-schutzgesetz) zur Errichtung einer Energiezentrale gestellt.

Bevor in die Energiezentrale errichtet werden konnte, musste die Layritzhalle umfassend saniert und für den Einbau vorbereitet werden. In früheren Zeiten wurden in der Halle alte Loks repariert und wieder instandgesetzt.

Das markante Gebäude, welches noch zu Bergwerkszeiten ein Bundesbahnkraftwerk beherbergte (das mit Kohle betrieben wurde), wurde vom alten Dach über die ramponierte Fassade, bis hin zu den defekten Fenstern vollends saniert sodass die Lebensdauer für das Gebäude nochmals deutlich gesteigert werden konnte. Gleichzeitig wurden neue Entwässerungsleitungen verlegt, eine Regenwasserzisterne sowie eine umfassende Altlastensanierung im Außenbereich vorgenommen.

Im Rahmen der umfassenden Dachsanierung wurde eine 300 kWp PV-Anlage installiert, die zur Eigenstromversorgung für die Pumpen, Schaltanlagen etc. und einer Schnellladesäule für E-Autos dient.

Am 13.03.2023 wurde dem Herzstück des Penzberger Fernwärmenetzes schließlich die Betriebsgenehmigung nach § 4 BImSchG erteilt. Der finale Einbau der Energiezentrale erfolgte von August 2024 bis Oktober 2024.

Den Zuwendungsbescheid für die Förderung zur Unterstützung des Energiebauprojektes erhielt das KU Stadtwerke Penzberg am 16.06.2023. Von der BAFA wurde eine Förderung in Höhe von rd. 3,3 Mio. EUR zugesagt. Für den erfolgten Bauabschnitt wurden nun rd. 2,5 Mio. EUR Förderung beantragt. Die weiteren Fördergelder fließen in den nächsten Ausbaustufen, sobald diese realisiert werden.

Kennzahlen Bauabschnitt 1:

Investitionsvolumen:                                        ca. 11,5 Mio. EUR

Förderung:                                                         rd. 2,5 Mio. EUR

Leistung Holzhackschnittkessel:                    1,8 MW

Leistung Spitzenlast- und Reservekessel      7 MW

Bauzeit Energiezentrale:                                 Herbst 2023 bis Herbst 2024

Sanierungsbauzeit:                                          Juli 2021 bis Herbst 2023

Das Projekt wurde gefördert durch:

Haftungsausschluss:

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